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Archive for Oktober 2007

 

Besprechungskultur und zielgerichtetes Arbeiten sind die zwei wichtigsten Erfolgsfaktoren für Besprechungen. Beides muss verbessert werden, wenn Unternehmen für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sein wollen. Das zeigt die Studie „Meetings 07 – Besprechungskultur im deutschen Sprachraum“ der ormsby Organisationsberatung. Im Rahmen der Umfrage wurden die Antworten von 200 Personen aus unterschiedlichen Branchen und Hierarchieebenen ausgewertet.

 

 

Das Fundament einer guten Besprechungskultur ist vorhanden: 85 Prozent aller Befragten bestätigen einen respektvollen Umgang miteinander. Ein Stockwerk höher kracht es bereits im Gebälk: lediglich 59 Prozent sind der Meinung, dass in Besprechungen alle Teilnehmer aktiv dabei sind, im mittleren Management stimmen gar nur 45 Prozent dieser Aussage zu. Knapp die Hälfte der Mitarbeiter findet, dass Besprechungen den Teamgedanken fördern.

 

Der zweite wesentliche Faktor für ein gutes Besprechungsergebnis – zielgerichtetes Arbeiten – ist seit Projektmanagement & Co eigentlich ein alter Hut. Die Praxis sieht anders aus: nur die Hälfte aller Mitarbeiter weiß, was nach der Besprechung konkret zu tun ist. Kein Wunder: Lediglich 43 Prozent der Mitarbeiter geben an, dass das Besprechungsziel definiert wird.

 

Lichtblick ist hingegen die Besprechungsorganisation, mehr als 80 Prozent der Befragten zeigen sich damit zufrieden. Interessant ist die Betrachtung nach Altersgruppen: die Bewertung der Besprechungskultur ist altersunabhängig – schließlich wird sie nicht von Einzelpersonen sondern von allen Besprechungsteilnehmern beeinflusst. Das zielgerichtete Arbeiten hingegen verbessert sich kontinuierlich mit dem Alter. So berichten 80 Prozent der über 50jährigen, dass das Besprechungsziel definiert wird, bei den unter 30jährigen ist das nur in 59 Prozent der Fall. Traurig aber wahr: die Wertschätzung sinkt mit dem Alter. Sind sich die unter 30jährigen noch zu 91 Prozent sicher, dass ihre Vorschläge berücksichtigt und nicht lächerlich gemacht werden, so stimmt die Gruppe der über 50jährigen nur noch zu 79 Prozent zu.

 

Alle Ergebnisse der Studie: ormsby Organisationsberatung

 

Quelle: ormsby Organisationsberatung

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Mit der Studie „Making Change work“ hat die Unternehmensberatung IBM Global Business Services versucht, wesentliche Faktoren für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen empirisch zu untersuchen. Die Befragung von 220 Projekt- und Changemanagern aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen zum erfolgreichen Managen von Veränderungen erbrachte einige interessante Ergebnisse, die kommentiert werden müssen:

  1. Die größten Hürden bei der Umsetzung von Veränderung sind: Verändern von Denkweisen und Einstellungen, Ressourcenknappheit für die Veränderungsprozesse, fehlendes Committment des höheren Managements. Vor allem letzteres erweist sich laut der Studie im Vergleich zur mangelnden Motivation der Mitarbeiter als das grössere Problem.
  2. Erfolgreiche Veränderungsprojekte profitieren durch frühzeitige und ehrliche Information und Einbindung der Mitarbeiter, offene Kommunikation statt Schönfärberei sowie Motivation durch Verbindlichkeit, Transparenz und persönliche Kommunikation statt Massenkommunikation. (Nicht wirklich neu; bedenklich allerdings, dass Haltungen wie diese für viele Unternehmen immer noch Neuland zu sein scheinen!)
  3. Nur 1/4 der Unternehmen haben standardisierte oder formale Trainings oder Vorgehensweisen im Bereich Change Management gegenüber 80 % der Unternehmen im Bereich Projektmanagement; über 85% der Befragten halten Standardmethoden fürs Change Management für erforderlich. (Professionalisierung wird in der Studie mit Formalisierung und Standardisierung gleich gesetzt – eine ebenso bemerkenswerte wie bedenkliche Haltung in Veränderungsprozessen wie ich meine).
  4. Nur 38% der Projekte erreichen die vorgegebenen Ziele ganz, weitere 46 % sind nur teilweise erfolgreich, 16 % scheitern ganz. In den befragten Unternehmen sind 62% der durchgeführten Projekte nicht voll erfolgreich. (Natürlich bleibt offen, was jede/r einzelne unter „voller Erfolg“ versteht – in der Befragung ist das nicht weiter qualifiziert. Trotzdem sind nur 40% Erfolgs-Projekte nicht gerade überwältigend!!)

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